Aus alt mach‘ neu – Anleitung zum Obstbaumschnitt ein voller Erfolg

Mittel-Gründau. Groß war die Resonanz auf die erste Veranstaltung des Obst- und Gartenbauvereins Mittel-Gründau. Selbst über die Grenzen Gründaus hinaus waren Interessierte auf die Streuobstwiese zwischen Mittel-Gründau und Reitzeberg angereist. Vor etwa 40 Männern und Frauen erläuterte Gärtnermeisterin Kerstin Harms die Geheimnisse des Obstbaumschnitts.

„Durch einen gut geschnittenen Obstbaum muss man einen Hut werfen können“, begann Kerstin Harms die Informationsveranstaltung. Zunächst ging sie auf die Theorie des richtigen Schnittes ein. Der Winterschnitt sollte nicht bei Temperaturen unter minus 4 Grad Celsius durchgeführt werden. Das Schneiden im Winter regt das Wachstum des Obstgehölzes an, wogegen der Sommerschnitt sich eher bremsend auf das Wachstum auswirkt. Aber trotz all dieser theoretischen Regeln sei es sehr wahrscheinlich, dass jeder Fachmann den gleichen Obstbaum anders schneiden würde.

Doch grau ist alle Theorie. Deswegen wurde dann an zwei älteren, schon seit Jahren nicht mehr gepflegten Apfelbäumen die Theorie in die Praxis umgesetzt. Die ersten Schnitte führte Kerstin Harms aus, unterstützt von einigen Vereinsmitgliedern. Später konnten auch die Teilnehmer selbst Hand an den Baum anlegen. „Auch wenn einem bei jedem Schnitt das Herz blutet und der Baum hinterher für den Laien ziemlich mitgenommen wirkt, so ist ein jährlicher Schnitt im späten Winter notwendig, um in den Folgejahren eine reiche Apfelernte zu gewährleisten, ohne den Baum damit zu erschöpfen“, erklärte Kerstin Harms.

Nach ca. zwei Stunden war die Arbeit getan und die meisten brauchten nach der geistigen Nahrung auch was Handfestes. Der Obst- und Gartenbauverein hatte dazu selbst gemachte Kartoffelsuppe und Rindswurst vorbereitet. Während der Mahlzeit ergab sich noch so manche lebhafte Diskussion über den richtigen Obstbaumschnitt und den jungen Gründauer Verein.


Auf großes Interesse stießen die Informationen von Kerstin Harms (Mitte links)
zum Obstbaumschnitt, unterstützt von Ingo Walter (Mitte rechts).

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